Tipps zur Kriminalität auf Curacao und welche Impfungen Du brauchst

Wie überall auf der Welt gibt es auch auf Curacao Kriminalität. Im Vergleich zu anderen Reisezielen ist Curacao aber ein sicheres Reiseziel. Halte Dich an die üblichen Regeln und Du wirst einen entspannten Urlaub verbringen. Solltest Du krank werden, kannst Du auf der ABC-Insel auf eine gute Gesundheitsversorgung zählen. Nur auf Mücken solltest Du achtgeben. Denn die kleinen Plagegeister sind nicht nur lästig, sondern übertragen auch einige Krankheiten.

Welche Impfungen Du für Curacao brauchst und wie es um die medizinische Versorgung steht

So nahe am Äquator ist die Sonneneinstrahlung sehr stark. Besonders wenn Du an einem der wunderschönen, weissen Strände Curacaos liegst und die kühle Brise geniesst, holst Du Dir schnell einen Sonnenbrand. Achte auf ausreichend Sonnenschutz, damit Du abends nicht den Krebsen auf Deinem Teller Konkurrenz machst. Hol Dir hier Deine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

In Curacao ist es das ganze Jahr über heiss und in den Sommermonaten steigt das Thermometer auch mal auf 40 Grad. Hilf Deinem Körper, mit der Hitze und dem ungewohnten Klima umzugehen und trinke ausreichend Wasser. Anders als in den meisten Reiseländern, kannst Du das Leitungswasser in Curacao bedenkenlos trinken. Denn die Antilleninsel verfügt über eine der weltweit grössten Meerwasserentsalzungsanlagen. Aus dieser stammt das Leitungswasser. Es enthält kein Chlor, schmeckt lecker und ist gesünder als unser Leitungswasser zuhause.

Das Leitungswasser auf Curacao hat Trinkwasserqualität – einfach eine Limette hinein und Prost – Bild: D. Gavey, CC BY

Nötige Impfungen für Curacao und warum Du auch ohne Malaria auf Mückenschutz achten solltest

Was zuhause gut ist, bewährt sich auch auf Reisen. Daher sollten die Standardimpfungen aktuell sein (Tetanus, Diphtherie, Polio). Das Tropeninstitut empfiehlt zusätzlich eine Vorsorge gegen Keuchhusten (Pertussis), Hepatitis A und Meningokokken (Hirnhautentzündung). Eine Hepatitis B Impfung ist nur bei Langzeitreisen unter einfachsten Bedingungen und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung nötig.

Auf der ABC-Insel Curacao gibt es keine Malaria. Dennoch solltest Du tagsüber wie auch abends einen guten Mückenschutz auftragen. Und zwar nicht nur, weil die Stiche der Biester jucken, sondern weil sie Krankheiten übertragen. Auf Curacao sowie anderen karibischen Inseln wurden bereits einige Fälle von Chikungunya und Dengue-Fieber gemeldet. Gegen diese beiden tropischen Virenkrankheiten gibt es bisher keine Vorsorge-Impfung. Curacao liegt ausserdem ziemlich nahe am Zika geplagten Südamerika. Mitte Januar 2016 wurden daher auch auf den ABC-Inseln erste Fälle des Zika-Virus registriert. Die Zika-Erkankung verläuft zwar meist harmlos, sollte aber besonders von Schwangeren nicht unterschätzt werden. Besonders wirksame Mückensprays enthalten den Wirkstoff DEET. Hol Dir hier gleich Deinen Mückenspray mit DEET.

Saisonal tritt die Ciguatera-Fischvergiftung auf. Die Gefahr besteht vor allem beim Verzehr von grossen Raubfischen. Kochen ist leider keine nützliche Vorsichtsmassnahe, denn die Hitze tötet die Erreger nicht ab. Falls aktuelle Fälle bekannt sind, werden auf der Insel Warnhinweise verteilt. Da aber Vorsicht bekanntlich besser ist als Nachsicht, empfiehlt Dir der Reise-Kobold, besser gleich auf diese Fische zu verzichten. Es gibt noch genügend weitere Leckereien auf Curacao, die Du keinesfalls auslassen solltest.

Tollwut kommt auch auf Curacao vor. Geh nach einem Biss oder Stich direkt zum Arzt, eine unbehandelte Tollwuterkrankung endet tödlich. Eine vorsorgliche Impfung ist nicht nötig. Die Versorgung mit modernen Tollwutimpfstoffen und Immunglobulin ist auf Curacao gewährleistet.

Das Tropeninstitut mahnt zur Vorsicht beim Baden in Süsswasserseen und -flüssen. Denn das Süsswasser in vielen tropischen Gebieten birgt das Risiko, an Bilharziose zu erkranken. Bei der Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet innerhalb von 6 Tagen verlangt der Zoll von Dir eine Gelbfieber-Impfbescheinigung.

Diese Empfehlungen ersetzen keine ärztliche Konsultation. Im Sinne Deiner Gesundheit: Frage einen Tropenmediziner.

Die medizinische Versorgung und warum Du rezeptpflichtige Medikamente von zuhause mitbringen solltest

Die medizinische Versorgung auf den ABC-Inseln entspricht europäischen Standards. Das grösste Krankenhaus auf Curacao ist das St. Elisabeth Krankenhaus in Willemstad. Das Spital verfügt über eine voll ausgestattete Notaufnahme sowie eine Intensivstation. Ausserdem ist in Willemstad eine Hämodialysestation vorhanden, so kannst Du auch nach Curacao reisen, wenn Du regelmässig zur Dialyse musst.

Eine kleine Standard-Apotheke reicht für Curacao aus. Es gibt viele Apotheken, „Botika“ genannt. Die Apotheken in Willemstad haben in der Regel bis 19 Uhr geöffnet. Einige haben jeweils Notfalldienst und sind 24 Stunden geöffnet. Rezeptpflichtige Medikamente solltest Du aber bereits mitführen, denn die Apotheken sind streng bei der Abgabe solcher Arzneimittel. In der Regel brauchst Du ein Rezept eines lokalen Arztes. Wenn Du Deine Medikamente bereits mitbringst, sparst Du Dir diesen zusätzlichen Aufwand.

Hinter der Bezeichnung Botika versteckt sich eine Apotheke – Bild: Boris Kasimov

Falls Du trotzdem einen Arzt brauchst, aber nicht gleich in die Notaufnahme möchtest, vermittelt Dir Dein Hotel einen lokalen Doktor. Oder Du gehst zu einer Apotheke, auch hier können Dir die Angestellten einige Ärzte in der Nähe nennen. Aus eigener Erfahrung können wir berichten, dass die Konsultation bei einem lokalen, englischsprachigen Arzt inklusive Rezeptausstellung gerade mal 20 US$ gekostet hat (eigene Erfahrung, Stand 2011)

Für Curacao empfiehlt der Reise-Kobold dennoch eine Auslands-Krankenversicherung. Denn ein Besuch im Krankenhaus kann, anders als unser Arztbesuch, schnell teuer werden. Ohne entsprechende Versicherung musst Du unter Umständen aus eigener Tasche ein hohes Depot hinterlegen. Ausserdem werden von der gesetzlichen Krankenversicherung meist nur geringe Anteile der effektiven Kosten im Ausland gedeckt. Ein Rücktransport ins Heimatland wird im Notfall nur durch eine private Auslands-Krankenversicherung übernommen. Hol Dir hier Deine Auslands-Krankenversicherung.

Curacao Kriminalität – Wie sicher ist ein Urlaub auf Curacao

Um Curacao ist es sicherheitstechnisch ziemlich ruhig. Es wurden bisher keine Anschläge verübt oder Drohungen ausgesprochen. Daher bestehen für Curacao keine länderspezifischen Warnungen. Das Land gilt innerhalb der Karibik als sicher. Auch für allein reisende Frauen ist Curacao ein angenehmes Reiseziel.

Es werden jedoch immer wieder Diebstahlsdelikte gemeldet. Dies betrifft besonders Wertsachen am Strand und in parkierten Fahrzeugen. Lasse daher Deine Wertsachen nicht unbeaufsichtigt am Strand liegen oder lasse sie wenn möglich gleich im Hotel. Wertsachen, besonders elektronische Geräte, sind auch im Fahrzeug nicht sicher. Dass Du Dein Fahrzeug abschliesst, ändert nichts daran. Einige Fahrzeugvermietungen empfehlen sogar, das Fahrzeug nicht abzuschliessen. Dadurch verhinderst Du nämlich den lästigen Papierkrieg mit der Autovermietung, wenn die Scheiben eingeschlagen oder Schlösser aufgebrochen wurden.

Auch wenn Curacao zu den Niederländischen Antillen gehört, unterscheidet sich die Drogenpolitik merklich vom europäischen Kontinent. Drogendelikte werden auf den Niederländischen Antillen strenger geahndet als in den Niederlanden. Lasse Dich gar nicht erst darauf ein.

Wenn Du einige Selbstverständlichkeiten beachtest, wirst Du auf Curacao kaum Probleme mit der Kriminalität haben. Lasse Deine Wertsachen nicht unbeaufsichtigt herumliegen, stelle Deinen vermeintlichen Reichtum nicht zu Schau und meide die Armenviertel. Dann wirst Du einen sehr entspannten Urlaub auf Curacao verbringen.

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