Sicherheit auf Deiner Algerien-Reise – worauf Du achten solltest

Für Algerien besteht eine Teilreisewarnung und für gewisse Gebiete brauchst Du eine Sondergenehmigung. Was genau das bedeutet und welche Gebiete als unsicher gelten, findest Du in diesem Artikel. Wir haben Dir Tipps zusammengestellt, wie Du die Sicherheit auf Deiner Algerien-Reise erhöhen kannst.

Die Sicherheitslage in Algerien – Allgemeine Sicherheits-Tipps

Aufgrund von Terroranschlägen und Entführungen in der Vergangenheit sowie aktuellen Drohungen von islamistischen Gruppierungen hat das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung für Algerien ausgesprochen. Insgesamt ist die Lage ist eher angespannt und es wird zu erhöhter Sicherheit geraten.

Die beste Vorkehrung ist es, auf Dein Bauchgefühl zu vertrauen. Fühlst Du Dich an einem Ort unwohl, verlasse diesen und suche eine Alternative. Vermeide wenn möglich grosse Menschenansammlungen wie beispielsweise Kundgebungen oder Demonstrationen. Besonders während einer politisch aktiven Phase wie beispielsweise Wahlen steigt die Gefahr von Anschlägen durch Politgegner.

Du kannst Deine eigene Sicherheit erhöhen, indem Du Dich beim Auswärtigen Amt oder der Botschaft regelmässig über die aktuelle Sicherheitslage informierst. Falls sich die Sicherheitslage ändert, kannst Du Deine Reiseroute den neuen Gegebenheiten anpassen. Folge den Anweisungen der Sicherheitskräfte und melde Dich bei der Botschaft.

In Algerien gibt es eine Krisenversorungsliste. Bei der Botschaft in Algier kannst Du Dich freiwillig eintragen lassen. Dadurch ist die Botschaft informiert, dass Du Dich im Land befindest und sie kann Dich im Krisenfall schneller kontaktieren.

Mache keine Fotos von Sicherheitskräften, dem Militär oder militärischen Einrichtungen.

Welche Gebiete Algeriens als unsicher gelten

Kürzlich kam es in der Region Ghardaia zu Auseinandersetzungen lokaler Bevölkerungsgruppen. Daher rät das Auswärtige Amt derzeit davon ab, diese Region zu bereisen.

Rund um die Kabylei wurden mehrere terroristische Anschläge verübt. Die Kabylei ist die ärmste Region Algeriens. Hier gibt es die grösste Bevölkerungsdichte des Landes und eine sehr hohe Arbeitslosigkeit. In der Kabylei operiert eine islamistische Gruppierung, die sich zum IS bekennt. 2014 wurde bereits ein ein französischer Tourist entführt und ermordet. Die Gruppierung ruft zu weiteren Entführungen westlicher Ausländer auf. Daher wird dringend empfohlen, von Reisen in die Kabylei abzusehen.

Im Süden des Landes ist die Sicherheitslage instabil, es wurden mehrere Entführungen gemeldet. Aus Sicherheitsgründen benötigst Du für Eine Reise in die Sahararegion einen Sondergenehigung. Diese umfasst die Bestätigung eines staatlich anerkannten Reisebüros mit den Angaben Deiner Reisedauer und der genauen Route.

Für Reisen in die Saharagebiete brauchst Du eine Genehmigung

Grenzkonflikte und die Sicherheit an den Grenzübergängen

Die Grenzgebiete Algeriens sind nicht sicher und einige Grenzen sind geschlossen. Daher rät das Auswärtige Amt von jeglichen Reisen in die Grenzgebiete zu Tunesien, Libyen, Niger, Mali, Mauretanien und zur Westsahara ab. Die Grenze zu Marokko und nach Mali ist geschlossen, ein Grenzübertritt ist nicht möglich.

Naturbedingte Risiken – Erdbeben und die Wüstengebiete

Rund um die Hauptstadt Algier verläuft eine tektonische Grenze. Die Stadt liegt somit in einer Erdbebenzone. Bereits im 14. Jahrhundert wurden erste Aufzeichnungen über Erdbeben festgehalten. Die stärksten bisher gemessenen Beben reichten bis zu einer Stärke von 7.0 auf der Richterskala. Bei einem Erdbeben sind die Anweisungen des Sicherheitspersonals zu befolgen.

Bei Ausflügen in die abgelegenen Wüstengebiete kann eine Autopanne schnell lebensgefährlich werden. Achte darauf, dass Du immer genügend Wasser mitführst. Idealerweise bist Du mit einer Gruppe und mehreren Fahrzeugen unterwegs, so dass im Falle einer Panne eine Mitfahrgelegenheit besteht. Falls Du alleine unterwegs bist, informieren jemanden über Deine genaue Route und vereinbare einen Zeitpunkt, zu welchem Du zurück sein wirst. Nimm ein Satellitentelefon mit, da die Mobilfunknetze nicht überall reibungslos funktionieren. Hier geht’s zum Artikel über Mietwagen und öffentliche Verkehrsmittel

Für Reisen in den Süden Algerien benötigst Du eine Bewilligung der Behörden – Bild: Magharebia

Und zum Schluss:

Wir versuchen, diese Tipps möglichst aktuell zuhalten. Da sich die Sicherheitslage aber rasch ändern kann, empfehlen wir Dir, vor Reiseantritt das Auswärtige Amt zu kontaktieren.

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