Algerien Sehenswürdigkeiten – was Du keinesfalls verpassen solltest

    by | 14. Mrz 2016

    Entdecke in Algerien Sehenswürdigkeiten und Städte mit bewegter Vergangenheit. Die Einflüsse von Sultanen, dem römischen und osmanischen Reich und Kolonialmächten wie Frankreich sind noch heute spür- und sichtbar. Eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, bunte Städte, römische Ruinen und sieben Weltkulturerbestätten erzählen die Geschichte Algeriens.

    Meer, Gebirge oder Wüste? Die landschaftliche Vielfalt Algeriens lockt Touristen aller Art an. Die rund 1‘000 km lange Mittelmeerküste und das milde Klima begeistern Badegäste und Strandliebhaber. Lebhafte Hafenstädte wechseln sich mit romantischen Fischerdörfern ab. Weiter südlich ringen das imposante Atlasgebirge und die grösste Wüste der Welt um die Gunst der Touristen.

    Algeriens Sehenswürdigkeiten und Städte an der Mittelmeerküste

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Algier – die Haupstadt von Algerien

    Algier ist mit rund 2.2 Mio. Einwohnern die grösste von Algeriens Städten und beherrbergt den grössten internationalen Flughafen. Die meisten Reisenden kommen daher während ihrer Reise in der Hauptstadt von Algerien vorbei. Algier eignet sich aber nicht nur als Knotenpunkt, sondern bietet auch viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: die grosse Moschee in Algier

    Die grosse Moschee in Algier ist eines der berühmtesten historischen Gebäude von Algerien – Bild: Nabi Yücel

    Algier liegt im Norden Algeriens an der Mittelmeerküste. Wie Du bestimmt schon geahnt hast, ist die Hauptstadt Namensgeber des Landes. Ursprünglich stammt der Name aus dem Arabischen, Al-Dschasa’ir heisst übersetzt die Inseln. Gegründet wurde Algier nämlich auf vier Inseln vor der Küste. Im 16. Jahrhundert hat sich der Meeresspiegel aber verändert und aus den Inseln wurde Festland.

    Die grösste Hafenstadt Algeriens liegt dadurch direkt am Meer. Die Küste ist schmal und hat viele Buchten. Rund 20 km westlich der Stadt findest Du das Touristenzentrum mit Badeorten wie Palm Beach, Zeralda, Douaouda und Sidi Fredj. Hier gibt es eine gute touristische Infrastruktur mit Hotels, überwachten Stränden, Souvenirläden sowie nationalen und internationalen Restaurants. Ein idealer Ort, um Deinen Urlaub ausklingen zu lassen.

    Erbaut wurde das ehemalige Algier 1200 v. Chr. von den Phöniziern. Rund 150 Jahre war die Stadt Teil des Byzantinischen Reichs, bevor sie um 700 n. Chr. zerstört wurde. Warum es Algier heute doch noch gibt? 200 Jahre später wurde am selben Ort eine neue Stadt gegründet, das heutige Algier. Das byzantinische Reich, die Spanier und die Franzosen nahmen Einfluss auf die grösste Hafenstadt Algeriens. Noch heute prägen die Bauten aus der Kolonialzeit das Bild der Stadt.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Moschee el Kebir

    Ein Innenhof wie aus 1001 Nacht in der Moschee el Kebir – Nabi Yücel

    In Algier liegt eine der UNESCO-Weltkulturerbestätten, die Kasbah, wie die Altstadt Algiers genannt wird. Die Altstadt teilt sich den Namen mit einer höher liegende Burg aus dem 16. Jahrhundert. Die Altstadt von Algier entstand in der osmanischen Zeit. In den vielen schmalen, verwinkelten Gassen verläufst Du Dich schnell. Die Steigung hilft Dir bei der Orientierung, denn die Altstadt ist in einen Hang gebaut. Die enge Bauweise sorgt dafür, dass die Hitze etwas abgehalten wird. In der Altstadt findest Du die eine der Sehenswürdigkeiten Algiers, die grosse Moschee aus dem 11. Jahrhundert.

    Ein weiterer interessanter Ausflugspunkt in Algeriens grösster Stadt ist der Boulevard Che Guevara. Den Boulevard erreichst Du via Treppen oder Strassen, die vom Hafen den Berg hoch führen. Der Boulevard ist eine fast 2 km lange Terrasse, die von 350 Bögen gestützt und einem kunstvoll verzierten Geländer umrahmt wird. Direkt beim Boulevard Che Guevara befindet sich die imposante Moschee Djamaa el Djedid aus dem 17. Jahrhundert.

    Das Museum le Bardo zeugt von der langen Geschichte Nordafrikas. Hier lagern zahlreiche Fundstücke wie Fossilien, Schmuck, Kostüme sowie Waffen und Werkzeuge aus der Steinzeit. Das Musee le Bardo gilt als eines der besten Museen Nordafrikas.

    Im Osten von der grössten Hafenstadt Algeriens befinden sich Angebote für actionreiche Tage. Der einzige Wasserpark des Landes ist 2 Hektar gross. Direkt angeschlossen ist eine Go-Kart-Bahn. Ebenfalls im Osten der Stadt liegt El-Hamma, ein 80 Hektar grosser botanischer Garten inklusive Zoo und Vergnügungspark. Die Attraktionen sind stilvoll in die Gartenanlage mit exotischen Pflanzen eingebettet.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Oran

    Oran ist die zweitgrösste Stadt Algeriens mit rund 700‘000 Einwohnern. Sie liegt im Nordwesten direkt am Mittelmeer. Gegründet wurde die auf einem Hochplateau gelegene Stadt vermutlich im 10. Jahrhundert von muslimischen Kaufleuten. Oran besitzt einen grossen Hafen, durch den die Stadt in der Kolonialzeit zu einem wichtigen Handelszentrum aufsteigen konnte.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Aussicht vom Fort Santa Cruz über Oran

    Vom Fort Santa Cruz hast Du eine tolle Aussicht über Oran – Bild: Maina Marjany

    Von den unzähligen Moscheen sind die Sidi El Houari, die Maghrawa Moschee und die Hassan-Pascha-Moschee aus dem 18. Jahrhundert die bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Vom achteckigen Minarett der Hassan-Pascha Moschee hast Du einen atemberaubenden Blick über die Stadt und den Hafen.  Direkt daneben liegt das restaurierte Herrenhaus des Tabakhändlers Hassan, das um 1700 erbaut wurde. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das Fort Santa Cruz. Das Fort stammt aus dem 16. Jahrhundert und liegt rund 400 Meter höher als die zweitgrösste Hafenstadt Algeriens. Dadurch ermöglicht das Fort Santa Cruz einen tollen Ausblick über die Stadt. Das „neue Schloss“ in Oran lädt mit seiner schönen Terrasse zum Verweilen ein.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Oper Oran

    Die Oper von Oran ist eines der kunstvoll verzierten historischen Gebäude – Bild: Maina Marjany

    Falls Du während Deinem Urlaub auch gerne ein paar Tage an schönen Stränden liegst, bist Du in der zweitgrössten Hafenstadt Algeriens genau richtig. Für Sonnenanbieter gibt es in und um Oran wunderschöne Sandstrände. Die bekanntesten sind Bousfer, Coralès, La Grande und Les Andalouses. Mit seinem mediterranen Klima lädt die Mittelmeerküste vom Frühling bis in den späten Herbst zum Baden ein.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Constantine

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Brücke bei Constantine

    Constantine ist nur über die imposanten Brücken zu erreichen – Bild: Ashley van Haeften

    In der Stadt Contantine, der drittgrössten von Algeriens Städten, leben rund 450‘000 Einwohner. Constantine liegt im Osten Algeriens an den Ausläufern des Atlas-Gebirge auf 650 M.ü.M und dennoch nur rund 80 km von der Mittelmeerküste entfernt. Sie wurde an einem strategisch guten Punkt gebaut und ist die am besten befestigte Stadt Algeriens. Durch die Lage auf einem Plateau aus Kalksteinfelsen ist sie von Südwesten nur über einen schmalen Zugang erreichbar. Im Norden und Westen wird Constantine durch den Fluss Rhumel begrenzt. Dieser bahnt sich rund 100 Meter unter der Stadt in einer tiefen Schlucht seinen Weg. Am Ende der Schlucht stürzt der Fluss als tosender Wasserfall in die Tiefe. Um den Rhumel zu überwinden, wurden zahlreiche imposante Brücken gebaut. Zu den berühmten Sehenswürdigkeiten Algeriens gehören die Pont Sidi Rached und die Pont Sidi M’Cid, die von 1912 bis 1929 die grösste Brücke der Welt war.

    Sehenswürdigkeiten in Algerien: der Fluss Rhumel hat über Jahrhunderte tiefe Schluchten ins Gestein um Constantine geschliffen

    Der Fluss Rhumel hat über Jahrhunderte tiefe Schluchten um Constantine gebildet

    Aufgrund ihrer prachtvollen Bauten gilt Constantine als eine der eindrucksvollsten Städte Nordafrikas. Die gesamte Stadt gilt als eine von Algeriens Sehenswürdigkeiten. Vor der christlichen Zeitrechnung von den Karthagern gegründet, ist sie die älteste bewohnte Stadt Algeriens. Griechen, Karthager, Römer, Berber, Araber und Türken haben bereits über Constantine geherrscht. Die Stadt war Teil des römischen, byzantinischen und osmanischen Reichs.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Moschee Abd el Kamir in Constantine

    Die Moschee Abd el Kamir ist ein wunderbares Fotomotiv – Bild: Hamza Filali

    Aufgrund der vielen Herrscher und der bewegten Geschichte gibt es in Constantine viel zu entdecken. Neben dem beeindruckenden Standort der Stadt ist die geschichtsträchtige, hübsche Altstadt (Kasbah) einen Spaziergang wert. Ein Must-See unter Algeriens Sehenswürdigkeiten ist die Statue des römischen Kaisers Konstantin. Sein Name weist eine verdächtige Ähnlichkeit zum Stadtnamen auf, er muss also eine bedeutende Rolle gespielt haben. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen die Ruinen des römischen Aquädukts. Ehemalige Herrscher Constantines residierten in den heute noch zugänglichen Hadj-Ahmed-Palast und dem Ahmed-Bey-Palast. Auch unter den vielen Moscheen gibt es in Constantine einige Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel die Moschee Souk-El-Ghezel oder die Djamma-El-Kebir-Moschee.

    Algerien Städte: Timgad

    Timgad liegt im Nordosten und beherrbergt eine de bekanntesten Sehenswürdigkeiten Algeriens. Timgad ist eine der vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten Algeriens und eine der beeindruckendsten römischen Ruinenstädte. Die Ruinen sind aufgrund des trockenen Wüstenklimas noch sehr gut erhalten.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: die römischen Ruinen von Timgad

    Timgad war eine riesige Stadt, bevor sie zerstört wurde – Bild: Dan Sloan

    Timgad wurde um das Jahr 100 von den Römern erbaut und hiess zu dieser Zeit Thamugadi. Numidien, wie der nördliche Teil Afrikas historisch genannt wird, war zu dieser Zeit sehr fruchtbar. Von dieser Region erhielten die Römer Feigen, Oliven und Gerste. Deswegen wurde Numidien auch als Kornkammer Roms bekannt. Gebaut wurde Timgad aber nicht für die Landwirtschaft, sondern für den Krieg. Die Stadt hatte als Lager grosse militärische Bedeutung für die Römer. Noch heute ist die für die Römer typische Stadtstruktur gut erkennbar. Die Quartiere sind alle quadratisch angeordnet. In jedem Quartier gab es Märkte, Wohnviertel, Bäder und andere wichtige Gebäude. Um die gesamte Stadt verläuft es eine massive Mauer mit drei bewachten Toren.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Torbogen in den römischen Ruinen von Timgad

    Dieser Torbogen in Timgad hat mehr als 2’000 Jahre überdauert – Bild: Dan Sloan

    Viele der historischen Gebäude sind noch vorhanden. Deswegen gehört Timgad zu den am besten erhaltenen Sehenswürdigkeiten unter Algeriens Ruinen. Bei einer Besichtigung der Ruinen von Timgad kannst Du eine Basilika, Thermen und Bäder, Markthallen und die Bibliothek entdecken. Wenn Du zwischen den Gebäuden stehst, kommt es Dir vor, als würdest Du um Tausende von Jahren zurückversetzt. Die zwei wohl beeindruckendsten Gebäude sind das Theater und das Kapitol. Das Kapitol, ein Tempel für die kapitolinische Trias, ist mit rund 50 Metern Länge und 25 Metern Breite ein immenses Bauwerk. Die kapitolinische Trias umfasst die drei höchsten Götter der Römer: Jupiter, Juno und Minerva. Jeder dieser Götter erhielt einen Raum im Heiligtum, in dem er verehrt wurde. Das Freiluft-Theater bot Platz für 4‘000 Personen. Durch die Restauration sind nun die vorderen Reihen wieder für Aufführungen nutzbar.
    Neben imposanten Bauwerken findest Du in der algerischen Ruinenstadt auch den Trajansbogen von Timgad, diverse Inschriften und das wohl kurioseste aller Fundstücke – eine öffentliche Latrine. Die Toilette befindet sich ziemlich prominent in einer Gasse und protzt mit aufwendigen Verzierungen und Schnitzereien von Delphinen. Ob sie früher wohl wirklich benutzt wurde? Viele der Fundstücke aus Timgad wie Keramiken und Mosaiken werden im nahe liegenden Museum ausgestellt.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Strassen durch die Ruinen von Timgad

    Durch diese Strassen von Timgad fuhren einst römische Pferdewagen – Bild: Gabriel Jorby

    Während dem Vandalenkrieg um 500 n. Chr. wurde Timgad schliesslich zerstört. Danach wurde rund einen halben Kilometer entfernt eine grosse byzantinische Festung erbaut. Heute findet um die Ruinen von Timgad ein jährliches Musikfestival mit nordafrikanischen Künstlern statt.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Tipasa

    Spricht man von Algerien und Sehenswürdigkeiten, so gehört Tipasa definitiv auf die Liste. Die Stadt liegt an der Mittelmeerküste, rund 70 km westlich der Hauptstadt Algier. Das heutige Tipasa ist eine der neuesten Städte Algeriens, sie wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: die Ruinen von Tipaza

    Die Bewohner dieser ehemaligen Villa in Tipaza hatten eine wunderschöne Aussicht über die Bucht – Bild: Jean-Pierre Dalbéra

    Das alte Tipasa aber wurde von den Phöniziern erbaut und diente ihnen als wichtiges Handelszentrum. Später war die Stadt von den Römern besiedelt. Die alte Stadt stand auf drei Hügeln an der Küste und zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Noch heute kannst Du in den Ruinen Tipasas den Stadtkern anhand des Verlaufs der Stadtmauern erkennen. Um die zwei Basiliken, die Basilika St.Salsa und die grosse Basilika, findest Du uralte Gräber und kunstvoll verzierte Särge. Die imposanten Basiliken wurden meist für Versammlungen und Anhörungen verwendet. Um die Basilika St.Salsa rankt sich eine abenteuerliche Legende um ein kleines Mädchen, Götter und das Meer. Der Reise-Kobold will die Geschichte nicht vorweg nehmen, vor Ort erzählt wirkt sie viel authentischer. Auch ein Theater und ein Amphitheater sowie ein Nymphaeum und einige Bäder sind noch heute vorhanden. An der östlichen Küste gibt es die Ruinen des alten Hafens aus Zeiten des römischen Reichs zu entdecken. Insgesamt ist die Gegend um Tipasa ein Freilichtmuseum, das die Einflüsse aus der römischen, christlichen und punischen Zeit auf die Gegend bis heute festgehalten hat.

    Das neue Tipasa mit rund 8‘000 Einwohnern ist aufgrund seiner schönen Lage am Mittelmeer und den wundervollen Stränden ideal, wenn Du Algeriens kulturellen Sehenswürdigkeiten mit einigen Tagen Badeferien kombinieren möchtest.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Tlemcen

    Tlemcen liegt im Westen von Algerien, rund 50 km von der Mittelmeerküste entfernt an den Ausläufern des mächtigen Atlas-Gebirge. Zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert war Tlemcen eine wichtige Kaiserstadt und der Stadtkern von einer mächtigen Mauer umgeben. Traditionelle Quartiere aus der französischen Kolonialzeit prägen das Stadtbild. Die schachbrettartigen Strassen sind mit Plantanenallen gesäumt. Neben französischern findest Du in Tlemcen auch viele maurische und spanische Denkmäler.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Tlemcen bei Nacht

    Ein Lichtermeer über Tlemcen bei Nacht – Bild: Mohamed Amine Boukhoulda

    Damals militärisch relevant, heute Highlight unter Algeriens Sehenswürdigkeiten sind die Mansourah-Festung, die Almohad-Wehrgänge und die Festungsanlage des Mechouar, eine Zitadelle. Von den unzähligen Moscheen sind die grosse Moschee und die die Moschee Sidi Bel Hassan die sehenswertesten. Die grosse Moschee in Tlemcen wurde 1132 einer grösseren Revision unterzogen. Das mächtige Stalaktitgewölbe konnte dabei erhalten werden. Sie beherbergt ein Museum, das die Geschichte der Stadt eindrücklich an Besucher vermittelt. Die Moschee Sid Haloui lockt Reisenden mit seinem schönen Betsaal an Der gesamte Raum wird von imposanten Onyxmarmorsäulen gestützt. Nahe der Stadt Tlemcen befinden sich die Ruinen einer alten römischen Siedlung, die einen Besuch wert sind. Im lebendigen Handwerkerviertel von Tlemcen kannst Du den Alltag der Bewohner hautnah erleben. Nebenbei finden sich hier auch tolle Souvenirs für die Daheimgebliebenen.

    Sehenswürdigkeiten in Algeriens zentralem Hochland

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Altas-Gebirge im Sonnenuntergang

    Der Himmel über dem Atlas-Gebirge bringt farbenprächtige Lichtspiele hervor – Bild: Cornerstone Cellars

    Das zentrale Hochland von Algerien wird vom Altas-Gebirge beherrscht. Das Gebirge reicht mit über 2’000 km Länge von Marokko über Algerien bis nach Tunesien. In Algerien bestimmen zwei parallel verlaufende Gebirgsketten das Landschaftsbild. Der Tell-Atlas ist der nördlichere der beiden Gebirgszüge, seine Ausläufer reichen bis an die Mittelmeerküste. Besonders eindrucksvoll sind die Schluchten von Chiffa. Sie sind im Winter Zufluchtsort für viele Zugvögel aus unseren Breitengraden. Der südliche Gebirgszug ist der Sahara-Atlas. Zusammen bilden die Gebirgszüge eine ausgeprägte, klimatische Grenze zwischen dem mediterranen Norden und der heissen Sahara.

    Algerien Info: abgelegene Provinzen im Atlas Gebirge

    Hochplateaus im Altas-Gebirge Algeriens – Bild: Scott Presly

    In den Hochebenen zwischen den beiden Gebirgszügen gibt es viele Salzseen, sogenannten Schotts. Diese trockenen im Sommer aus und werden zu gewaltigen Salzpfannen. Das Altasgebirge ist ein ideales Gebiet für Wanderer- und Kletterferien. Dafür eigenen sich vor allem die Sommermonate, im Winter sind einige Strassen aufgrund von Schneefall nicht passierbar.

    Die alte Bergfestung Beni Hammad (Al Qal’a Beni Hammad) liegt ebenfalls im zentralen Hochland. Sie wurde im 11. Jahrhundert gebaut und nur 150 Jahre später zerstört. Heute ist die Ruinenstadt mit der grossen Moschee und dem Emirspalast eine beliebte Sehenswürdigkeit in Algeriens zentralem Hochland.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Das Tal Von M‘Zab

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Tal von M'Zab

    In diesem Städchen im Tal von M’Zab haben die Häuser typische blaue Dächer – Bild: Dan Sloan

    Das Tal von M’Zab ist ein beliebtes Ziel mit romantischen algerischen Städtchen mit traditionellen weissen Häusern. Die Dörfer stammen aus dem 11. Jahrhundert. Eines der besonders schönen Städtchen ist Ghardaia. Die Siedlungen sind ringförmig aufgebaut und in deren Zentrum steht jeweils eine Moschee. Bewohnt werden die Orte vor allem von strenggläubigen Muslimen. Die Städte von M’Zab sind ein idealer Startpunkt für Ausflüge in die Sahara.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Die Kabylei

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Ruinen von Djemila in der Kabylei

    Die Ruinen von Djemila sind bedroht und Erosion und den Bewohnern der Kabylei – Bild: Dan Sloan

    Im Osten des Landes durchzieht der Tell-Gebirgszug die Kabylei, die höchste Erhebung reicht bis auf 2‘300 M.ü.M. Die Kabylei ist eine landschaftlich ebenso karge wie auch interessante Region. Hier befindet sich eine weitere von Algeriens Sehenswürdigkeiten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurden – die römischen Ruinen von Djémila. Die damals Cuicul genannte Stadt wurde zu Beginn der christlichen Zeitrechnung von Berbern erbaut. Sie erlebte eine Blütezeit durch die damals fruchtbaren Böden und den Handel. Die Stadt lag an einer bedeutenden Handelsstrasse nach Karthago und diente als Wachposten. Nach den Vandalenkriegen gehörte die Stadt zum Byzantinischen Reich. Es wird vermutet, dass die Ruinen nur bis etwa ins 7. Jahrhundert bewohnt waren. Tempel, Kirchen, Basiliken und der Triumphbogen von Djémila sind noch erhalten und laden zu einem Besuch ein. Ebenfalls gut erhalten sind die aufwändig ausgestatteten Wohnhäuser. Speziell an den Ruinen von Djémila ist die Tatsache, dass die Römer ihre typische Stadtplanung an die gebirgigen Verhältnisse angepasst haben. Dadurch lockt diese Sehenswürdigkeit Algeriens immer wieder Historiker an. Die Ruinen sind heute durch die fortschreitende Wüstenbildung, die daraus resultierenden Sandstürme und die Bewohner der Kabylei bedroht. Da die Bevölkerung in diesem Teil Algeriens besonders arm ist, werden immer wieder Teile der Ruinen zum Wohnungsbau verwendet. Beachte bei einer geplanten Reise in dieses Gebiet die Sicherheitshinweise des auswärtigen Amtes, die Region gilt als gefährlich.

    Algeriens Sehenswürdigkeiten in der Sahara

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Route durch die Berge

    Die Routen durch die Sahara sind lang und einsam – Bild: Magharebia

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Oasen

    Die Sahara ist die grösste Wüste der Welt und bedeckt 85% der Fläche Algeriens. Die Landschaft der Sahara ist eindrucksvoll und einzigartig. In der Sahara gibt es viele Sandsteinformationen, welche die Fähigkeit besitzen, Wasser zu speichern. Wo dieser spezielle Sandstein vorkommt, bilden sich fruchtbare, grüne Landstriche. Die zahlreichen Oasen verteilen sich über die Sahara und sind die wohl typischsten Sehenswürdigkeiten Algeriens. Entgegen der Vorstellungen sind die Oasen aber nicht nur eine Ansammlungen einiger Palmen, sondern grosse Städte mit einem Zentrum und vielen Einwohnern. Rund um die Oasen wachsen die seltene Zypresse Algeriens und die Sahara-Myrte-Pflanzen, die etwas weniger Wasser brauchen.

    Die Oase Djanet liegt auf Tassili N’Ajjer, dem Plateau der Abgründe. Der Name ist Programm. Die vulkanische Ebene wurde von ehemaligen Flüssen geformt. Während Tausenden von Jahren haben sich tiefe Schluchten und einzigartige Gesteinsformationen gebildet. Die über 300 auf diesem Weg entstandenen Steinbögen sind ein tolles Fotomotiv. Ein Besuch im Tassili n’Ajjer Nationalpark bietet sich an, wenn Du Deine Ferien im Südosten Algeriens verbringst. In dieser Region kannst Du über 15‘000 Felsmalereien entdecken, die über 6‘000 Jahre alt sind.

    Weitere interessante Sehenswürdigkeiten in der Sahara sind die Oasen Bou Sada, Fhardaia und El Golea. Die Oase Bou Saada hat ein lebhaftes Marktviertel und einen grossen Palmenhain. In der Oase Golea wachsen neben Palmen auch viele Obstbäume. Hier wachsen auch viele prächtige Rosenarten. Die Oase Fhardaia liegt an einem wunderschönen Standort auf einem Hügel. Im Zentrum der Oase befindet sich eine sehenswerte Moschee.

    Algerien Sehenswürdigkeiten: Fest der Tuareg in der Sahara

    In den Oasen der Sahara kannst Du an Festen der Tuareg teilnehmen – Bild: Magharebia

    Der Reise-Kobold empfiehlt Dir einen Führer, falls Du die Wüste besuchen möchtest. Einerseits wirst Du Dich dann nicht verirren, andererseits bekommst Du so viele interessante Hintergrundinformationen und kannst authentischere Eindrücke mitnehmen. Ein guter Guide ergänzt Deine Entdeckungen mit Geschichten aus früheren Zeiten. Er erzählt Dir Abenteuer ehemaliger Händler und weist Dich in die Traditionen der einheimischen Bevölkerung ein.

    Falls Du in einer Oase übernachten möchtest, solltest Du die Unterkunft im Voraus buchen. Die Unterkünfte in den Oasen sind knapp und besonders in der Hauptreisezeit oft ausgebucht. Obwohl es so gut wie nie regnet in der Wüste, kann Dich ein Regenguss treffen, der dann schnell zu Einschränkungen bei der Weiterfahrt führen kann. Auch Sandstürme kommen immer wieder vor.

    Das Hoggar-Gebirge wird auch Ahaggar-Gebirge genannt. Das Gebirge erhebt sich mitten in der Sahara aus dem Sand. Um das Hoggar-Gebirge liegt ein sehenswerter Nationalpark. Wenn Du dann einen Berg findest, der aussieht wie ein liegendes Frauengesicht, ist es keine Fata Morgana. Dann hast Du Garet el Djenoun gefunden, den Berg der Geister. Dieser Berg wird von den Tuareg verehrt, die den Berg mit ihren Karawanen regelmässig passieren.

    Algerien Städte: Hoggar-Gebirge und der Mount Hoggar in der Sahara

    Wind und Erosion gaben dem Hoggar-Gebirge seine ausserwöhnliche Form – Bild: Crazy Diamond

    Nahe zum Hoggar-Gebirge liegt das Akator-Vulkanfeld. Hier findest Du den Tahat, den mit 2‘918 Metern höchsten Berg Algeriens. Falls Du Algeriens Städte im Süden besuchst, wirst Du ziemlich sicher auch in Tamanrasset vorbeikommen. Die Stadt wird oft von den Karawanen der Tuareg besucht und es besteht die Chance, eine Karawane zu treffen.

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    Hi, ich bin Eve

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    Schön, dass Du hier bist. Anscheinend teilen wir dieselbe Leidenschaft - das Reisen. Am wohlsten fühle ich mich bei tropischen Temperaturen an einem schönen Sandstrand. Seit Jahren durchforste ich das Internet nach den besten Reise-Schnäppchen. Auf Reise-Kobold.com teile ich die besten Fundstücke und die Erfahrungen aus den bisherigen Reisen mit Dir. "Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon." Zitat von Aurelius Augustinus (354 - 430)

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